Aktuelle Situation: Update

Fontenay-aux-Roses-PlatzIm Hinblick auf den beantragten Versammlungsort „Marktplatz“ konnte die Stadtverwaltung mit verschiedenen Argumenten die Verantwortlichen der NPD davon überzeugen, dass dies kein geeigneter Ort für eine derartige Versammlung ist und sich tags darauf auf den Fontenay-aux-Roses-Platz verständigen. Gerechnet wird mit ca. 50 Teilnehmern/-innen.

Der Fontenay-aux-Roses-Platz ist der Platz am Eingang der unteren Fußgängerzone, direkt vor dem Schlecker, gegenüber der Sparkasse.

57 Gedanken zu „Aktuelle Situation: Update

  1. Hallo, ja ich bin eben auch (eher aus Versehen durchs Eintippen der Suchbegriffe) auf deren Seite gelandet, bevor es zum RNZ-Artikel ging. Es ist unglaublich, wie die sich das selbst gegenüber allen Ernstes als Erfolg verkaufen. Auf den auf der eigenen Parteiseite dargestellten Bildern und Texten werden doch allen Ernstes die wohl auf nahezu 3.000 geschätzten anwesenden Gegendemonstranten in Wiesloch vor Ort VÖLLIG AUSGEBLENDET und mit keinem Wort erwähnt. Das nenn ich doch mal eine „wahrheitsgetreue Schilderung der Ereignisse und Realitätssinn“ (beißende Ironie)…Wahrgenommen habe ich von denen mal gerade ca. 6 Personen (mehr war nicht zu erkennen von Weitem). Der Rest ging doch sang- und klang- und ruhmlos in der buhenden Menge von uns Gegendemonstranten unter. Naja, falls die das Ganze irgendwann nochmals durchziehen wollen, dann stellen wir uns halt wieder alle dort auf und lassen sie nicht zu Wort kommen. Als zugereiste Wieslocherin bin ich einfach nur begeistert, wie solidarisch sich (fast) alle verhalten haben (es kam wohl zum Schluss leider zu etwas heftigeren Reaktionen) und mit einer Stimme dagegen an sind: Die rechtsextremistische Gesinnung hat in Wiesloch jedenfalls keinen Platz gefunden. Das hat mich doch sehr beeindruckt.

  2. @ eva und alle anderen die nicht vor ort waren
    ich war bei der von dir erwähnte pfeffersprayaktion von seiten der polizei vor ort und kann nur sagen dass die polizei meiner meinung nach verhältnismäßig und keineswegs übertrieben gehandelt hat.
    bevor hier ein falsches bild entsteht will ich mal aufklären.
    die nazis wollten abziehen und wurden von der polizei in die gerbereistraße?? (die kleine gasse neben der bushaltestelle) geleitet, in der etwa 40 -50 gegendemonstranten warteten und den abzug der nazis verhindern woltten (warum auch immer – wenn die nazis gehen wollen ist das doch gut und man sollte sie dabei nicht hindern). die polizei blieb deshalb erstmal stehen und tat nichts. erst als von seiten der demonstranten eine person (aus sicht der demonstranten auf der linken seite) aus etwa 2 metern entfernung irgendetwas auf die polizei sprühte (sah nach pfefferspray aus) und 3-4 personen anfingen gegen die polizei vorzugehen, setze ein polizist pfefferspray ein, welches ich obwohl 10 meter entfernt auch abbekam. danach wurde noch eine leere 0.5l plastikflasche richtung polizei geworfen, welche aber soweit ich das sehen konnte das ziel (welches das auch immer gewesen sein sollte) verfehlte, deshalb auch kaum erwähnenswert ist. danach beruhigte sich die situation unter mithilfe einiger verantwortlicher wieder, wobei die nazis zu diesem zeitpunkt schon längst in die andere richtung umgeleitet wurden.
    ich hoffe die beschreibung konnte den sachverhalt etwas aufklären.

  3. @egal: Besten Dank für die Schilderung aus eigener Sicht! Wir konnten nur hören, dass gerade etwas „außer der Reihe“ vor sich geht, aber nichts Konkretes sehen. Die NPD stellt auf ihrer eigenen Seite den Sachverhalt jedenfalls völlig anders da, aber das ist ja nicht wirklich überraschend…;-)))

  4. Hallo Katrin,
    ich bin nicht objektiv 🙂 aber Wiesloch ist schon die beste Stadt der Welt.

    Hallo egal,
    vielen Dank für die Klarstellung.
    Ich war einer der Verantwortlichen der dabei war.
    Deine Beschreibung der Situation ist absolut korrekt.

    Grüße
    Adrian Seidler

  5. Hallo Eva, hallo Gunter,
    schade, ich hätte Euch ja am Samstag gerne mal kennengelernt 🙂

    @Eva, ja, es war ein großer Erfolg. Für Wiesloch und für uns alle gemeinsam. Egal, ob jemand an vorderster Front oder auf dem Adenauerplatz war. Ich denke die Kombination zwischen Blockade, Demo und Fest der Toleranz war eine gute Mischung und hat den Erfolg erst möglich gemacht.

    Über Deine Aussage „Einige BürgerInnen haben Gewalt durch Polizei erlebt“ ärgere ich mich sehr. Hier auf der Seite wurde es bereits richtig gestellt. Und um es klar zu sagen: Die Gewalt ging nicht von der Polizei aus. Um ehrlich zu sein, war diese Aktion auch mehr oder weniger angekündigt.

    Auch Deine Aussagen zum OB sind m. E. überzogen. Und eine falsche Aussage wird auch durch ständiges Wiederholen nicht richtig. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die NPD verboten wird. Denn erst dann hätte ein OB oder sonst jemand die rechtliche Handhabe die NPD oder andere wegzuschicken. Solange ein Verbotsverfahren noch nicht erfolgreich war, gilt die Versammlungsfreiheit und auch andere Grundrechte auch für jene Verblendeten.

    Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht was Du immer hast „…nicht mehr so friedlich sein und fast 2Stunden nur Vuvuzelas und Pfeifen pfeifen. Das kann ich mir gut vorstellen, dass es eskalieren wird, denn ein zweites Mal die Verbrecher in unserer Stadt zu sehen, da macht niemand mehr friedlich mit ! …“

    Die Antwort, die wir gemeinsam gegeben haben, war richtig. Sie war die einzige richtige Antwort. Und ich bin mir sicher, dass die Wieslocher die richtige Antwort auch in der Zukunft geben wird.

    Eine Eskalation bzw. Gewalt von Nazi-Gegner nützt nur den Rechten! Wenn es Samstag eine Eskalation gegeben hätte, würden die Medien nur über diese berichten. Stattdessen haben wir es geschafft, dass das Friedliche auch entsprechend in den Medien deutlich wurde.

    Und ja, wir waren super. Auch super friedlich!

    @Gunter: Ich hoffe sehr, dass Du mit dem Satz „Und nach Wiesloch kommen die nicht mehr, da bin ich diesmal ziemlich sicher“ recht behältst.

    Aber nach dem peinlichen Auftritt und dem Abgang wären sie auch blöd nochmals zu kommen.

    Kennt ihr dieses Video bereits:
    http://www.lokalmatador.de/video/bcb851f178bf4a03b81f913295053735/nachrichten/wiesloch-3000-menschen-gegen-neonazis

  6. Hallo Adrian,

    nur noch mal einige Worte zum OB. Natürlich ist es richtig, dass ein einmal ausgesprochenes
    Verbot keinen Bestand vor den Gerichten gehabt hätte. Wobei einer der Redner immerhin
    ein vorbestrafter Gewalttäter war, Herr Babic aus Trier, dort aus dem Stadtrat ausgeschlossen,
    weil er zusammen mit Gesinnungsgenossen friedliche Bürger angegriffen hat.
    Aber was mich an diesem Tag aufgeregt hat, war die Lautsprecherdurchsage des OB, wir
    sollen doch die blockierte Strasse wieder frei machen, dies nachdem die Aufrufe der Polizei
    nichts genutzt haben. Da geht man als Ob zur Polizei hin und erklärt denen, dass eine
    Räumung nicht in Frage kommen darf, stellt sich am besten gleich mit in die Blockade, aber
    man macht sich nicht zum Handlanger der Polizei, die meiner Meinung nach Ihren
    Spielraum nie ausnutzt, die haben nämlich durchaus die Möglichkeit gehabt, die Nazis
    schon wesentlich früher nach Hause zu schicken. Darüber wurde ja sogar verhandelt mit der
    Polizei, aber die Polizei ging darauf nicht ein.
    Gut, alles in allem waren die eingesetzten Beamten ziemlich relaxt und friedlich, aber glaube
    mir ich kenne das aus langer Erfahrung auch ganz anders. Wir hatten in Wiesloch den
    großen Vorteil, dass der Hauptteil der Demonstranten aus dem bürgerlichen Lager gekommen
    ist, und die nicht die Autonome Antifa in der 1. Reihe stand, da hätten die Beamten nämlich
    ganz anders reagiert.
    Aber abschließend nochmal, es war einer der größten Erfolge gegen die Nazis in den
    letzten Jahren, wesentlich höher einzuschätzen, als die Nazi Schlappe in Mannheim, wo der
    Erfolg der Demonstranten nur der Kunkelei mit der Polizei im Vorfeld zu verdanken war,
    in Wiesloch haben engagierte BürgerInnen die Sache mit viel Herzblut in Angriff genommen
    und den Vollpfosten von NPD und FN eine derbe Schlappe beigebracht.
    Ganz erbärmlich deren Schönrederei der ganzen Sache. Aber gegen Dummheit ist nun mal
    bekanntlich kein Gras gewachsen. Die NPD und die Freien Nationalisten sind
    und bleiben erbärmliche Kleingeister. Sie werden auf dem Müllhaufen der Geschichte
    enden und keiner wird ihnen eine Träne nachweinen.
    Nochmal, meine Anerkennung an die BürgerInnen der Stadt Wiesloch, an die, wie ich
    angereisten DemonstrantInnen, an alle die mit dazu beigetragen haben, dass wir den
    16.06.2012 als den Tag im Gedächtnis behalten, an dem ein Haufen Idioten nach
    Wiesloch gekommen ist, und unter Schimpf und Schande auch wieder vertrieben wurde.

  7. hi adrian,

    ich meinte nicht, dass die polizei ohne grund einfach eingegriffen hat sicherlich war da was los. ja was das thema bürgermeister betrifft hast du vielleicht recht aber ich finde egal wie rum, er hätte ein zeichen setzten können. in der regel läuft es doch immer so, dass die kundgebung, obwohl man ganz genau weiß wie es enden wird, nicht erlaubt wird.

    mit eskalation und weiteres meinte ich die menschen, die friedlich waren und trotzdem „zum opfer“ wurden, sicherlich nicht mehr so friedlich sein würden, wenn es wirklich nochmal so eine aktion geben sollte, weil immerhin ist es doch ärgerlich, wenn man friedlich ist und zum opfer wird oder nicht?

    naja ich finde, dass wir alle toll waren und es war auch eine tolle, friedliche und solidarische gegendemonstration 😉

    lg

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